Zürich
Gastronomie

Gastronomie und Tradition

Die Geschichte Zürichs wurde von 1336 bis 1798 von den Zürcher Zünften bedeutend geprägt. Im 11. bis 13. Jahrhundert entstanden in Zürich und ganz Europa aus religiösen Bruderschaften sogenannte Handwerksvereinigungen, Gilden und Korporationen, welche die Interessen ihres Gewerbes vertraten. Diese Vereinigungen versuchten sich auch politisch zu betätigen, was in Zürich aber vorerst nicht gelang.

Die «Brun`sche Zunftrevolution» vom 7. Juni 1336 unter Führung des jun-gen Ritters Rudolf Brun änderte dies. Eine Zunftverfassung, in welcher die Machtverhältnisse der Stadt Zürich neu geregelt wurden, wurde ausgearbeitet. Bestehende Korporationen wurden daraufhin neu formiert und zu Zünften zusammengefasst. Teilweise wurden auch sehr unterschiedliche Berufsgruppen der gleichen Zunft zugeteilt.

Die Zunft zur Meisen ist so ein Beispiel: hier vereinigten sich Weinleute, Weinschenken, Sattler und Maler. Die Zünfte waren nun sowohl wirtschaftliche als auch politische und militärische Organisationen. Erst beim Einmarsch der Franzosen verloren die Zünfte ihre Macht. Die Zürcher Zünfte existieren noch heute. Jedes Jahr feiern die Zünfte Zürichs und die Bevölkerung ihr traditionelles Frühlingsfest: das Sechseläuten. Die Feierlichkeiten begin-nen bereits am Sonntag mit einem farbenprächtigen Kinderumzug.

Am Montag findet dann das Hauptfest statt: Menschen in historischen Zunft-Kostümen, 500 Pferde, 30 Musikkorps sowie 50 Wagen und Kutschen ziehen durch die Innenstadt zum Sechseläuten-Platz am Zürichsee. Dort wird um 18.00 Uhr der Holzstoss, auf dem der «Böögg» - ein symbolischer Schneemann - thront, angezündet. Je schneller sein Kopf Feuer fängt und explodiert, desto schöner soll der Sommer werden.

Einige Zunftstuben der Handwerkerzünfte, die Zürich vom 14. bis zum 18. Jahrhundert regierten, sind heute Restaurants, bekannt für Zürcher Spezialitäten im klassischen Stil. Wo sonst kann ein Zürcher Ge-schnetzeltes besser schmecken als in prachtvollen Zunftsälen mit bewegter Vergangenheit? Beispiele für Zunfthäuser sind: Zunfthaus zur Waag, Zunfthaus zur Haue, Haus zum Rüden, Zunfthause zur Zimmerleuten und viele mehr.

Sepp Wimmer, Leiter des Zunfthauses zur Waag, empfiehlt bei einen Besuch in Zürich unbedingt das authentische Zürich zu erleben. Dies indem man in der Altstadt in die zahllosen Gassen und Winkel eintauche und spüre wie Zürich lebt. Aber auch eine Fahrt auf der Limmat darf bei einem Aufenthalt in Zürich nicht fehlen.
Natürlich aber müsse ein Gast in Zürich unbedingt Zürcher Geschnetzeltes essen. «Am besten in der Waag», führt Sepp Wimmer schmunzelnd an.

Zürcher Geschnetzeltes
Zürcher Geschnetzeltes ist eine traditionelle Fleischspezialität, die genauso zu Zürich gehört wie die zwei Türme des Grossmünsters. Es ist bei Einheimischen und Gästen sehr populär und sollte daher auf keinen Fall verpasst werden. Das Zürcher Geschnetzelte wurde erstmals 1947 in einem Kochbuch erwähnt, wobei Rezepte für geschnetzeltes Kalbsfleisch bereits im 19. Jahrhundert im Alpenraum bekannt waren. Das Gericht setzt sich ursprünglich aus Kalbfleisch, Weisswein und Rahm zusammen, wird aber heute mit Champignons und Kalbsnieren gekocht. Als Beilage wird typischerweise Rösti serviert. Rösti (gesprochen = Rööschti) sind geriebene Kartoffeln, die in einer Pfanne zu einem Fladen ausgebacken werden. Gebunden wir der Fladen durch die in den Kartoffeln enthaltene Stärke.

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